Aufgaben und Ziele

IRI

Die Zielsetzung des Instituts für Rechtsinformatik liegt in der Forschung und Lehre zu aktuellen, zukunftsgerichteten Fragestellungen, die durch die Informationstechnologie aufgeworfen werden, insbesondere in den Bereichen Datenschutz, geistiges Eigentum, elektronischer Geschäftsverkehr und internationales Recht. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die rechtstheoretischen Fragen, die sich im Zusammenhang des Informationstechnologierechts stellen.

Das Institut hat seine Wurzeln in der Rechtsinformatik. Die in den 1960- und 70er Jahren einsetzende technologische Entwicklung führte bald zu Fragestellungen, die innerhalb der bestehenden rechtswissenschaftlichen Teildisziplinen nicht zufriedenstellend beantwortet werden konnten. Die rechtliche Analyse und Bewertung der Folgen des Einsatzes von Informationstechnologie im privaten und öffentlichen Bereich erforderte von Beginn an eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, insbesondere von Juristen, Informatikern und Ökonomen. Diesem Forschungsansatz ist das Institut seit seiner Gründung im Jahr 1983 verpflichtet.

Rechtsfragen, die durch den Einsatz von Informationstechnologie aufgeworfen werden, lassen sich aus einem nationalen Blickwinkel nicht befriedigend beantworten, sondern bedürfen stets der Einbeziehung der europäischen und internationalen Rahmenbedingungen. Die wissenschaftliche Arbeit des Instituts bezieht diese internationale Dimension ein. Zudem besteht ein enges Netz der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit zahlreichen universitären Instituten im europäischen und außereuropäischen Ausland, die sich ebenfalls auf das Informationstechnologierecht oder das Recht des geistigen Eigentums spezialisiert haben.

Eine besondere Aufgabe des Instituts liegt in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Am Institut wurden seit seiner Gründung zahlreiche Promotionen und zwei Habilitationen betreut.  Das Institut bietet seit 1999 einen Ergänzungsstudiengang im IT-Recht und Recht des geistigen Eigentums, der zum Erwerb des Master of Laws (LL.M.) führt. Das Institut engagiert sich daneben in der grundständigen Lehre im Rahmen des Schwerpunktbereichs „IT-Rechts und geistiges Eigentum“. Seit dem Jahr 2011 wird zudem ein Bachelor „Informationstechnologierecht und Recht des geistigen Eigentums“ angeboten, der als berufsqualifizierender Studiengang oder begleitend neben der Ersten Juristischen Staatsprüfung belegt werden kann. Eine internationale Summerschool zum IT-Recht „IN-Situ“ rundet das Angebot ab.