Forschung

iBorderCtrl ist ein vom Horizon 2020 Rahmenprogramm finanziertes Projekt, welches darauf abzielt, die Geschwindigkeit und Genauigkeit der Grenzkontrolle für Angehörige aus Drittstaaten beim Grenzeintritt in den Schengen-Raum zu verbessern. iBorderCtrl beinhaltet Software- und Hardware-Komponenten, z.B. tragbare Lesegeräte (Readern), diversen aufstrebende und neuartigen Teilsysteme zur automatisierten Kontrolle, hochzuverlässige drahtlose Netzwerke für eine mobile Anwendung, sowie sichere Speicherung und Verarbeitung von Daten im Backend. Eines der wichtigsten Ziele des Projekts ist der Entwurf und die Implementierung eines umfassenden Systems, welches diese Technologien aufgreift und aus einer zweistufigen Prozedur besteht, um somit Kosten und Zeit einzusparen, die für jeden Reisenden an den Grenzübergängen aufgewendet werden müssen.

Das Institut für Rechtsinformatik beschäftigt sich mit allen Fragen des Rechts der Informationstechnologien, des geistigen Eigentums und des Informatikeinsatzes im Recht. Innerhalb des Instituts liegen die Forschungsschwerpunkte der Professur in allen Bereichen des Informationsrechts, mit einem besonderen Schwerpunkt im Datenschutz- und Datensicherheitsgesetz.

 

Datenschutz und Datensicherheitsrecht

 

Einhergehend mit der technisch rasanten Entwicklung befindet sich dieses Rechtsgebiet in den letzten Jahren im Wandel, der sich in nationalen und europäischen Reformbemühungen widerspiegelt. Rechtssetzungs- und Rechtsanwendungsfragen zum Datenschutz- und Datensicherheitsrecht werden sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene anaylisiert und kommentiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei neben dem insbesondere im Rahmen europäischer Forschungsprojekte relevanten Medizindatenschutz in der Grundlagenforschung zum Datenschutz.

 

IT-Vertragsrecht

 

"Software-as-a-Service", "Infrastructure-as-a-Service", "Application Service Providing", "Cloud Computing", "Gebrauchtsoftware", etc. - Einhergehend mit immer neuen Geschäftsmodellen im Bereich der Softwareüberlassung steht auch das IT-Vertragsrecht vor immer neuen (internationalen) Herausforderungen. Die vertragstypologische Einordnung und Bewertung dieser Geschäftsmodelle und die Suche nach praxistauglichen Lösungen sind hier von besonderem Interesse.

 

E-Commerce-Recht

 

Der Handel über das Internet boomt und wird nach und nach auch im B2C-Bereich immer internationaler. Dies ist nicht zuletzt auch eine Folge des (europäischen) Verbraucherrechts, das für diesen Kundenkreis versucht, Vertrauensdefizite auszugleichen und Risiken abzufangen. Der europäische Gesetzgeber setzt hier zunehmend auf Rechtsvereinheitlichung. Diese Entwicklung zu analysieren und zu kommentieren, ist ein weiterer Schwerpunkt.

 

iBorderCtrl

 

Das Forschungsprojekt iBorderCtrl zielt darauf ab, die Geschwindigkeit und Effizienz der Grenzkontrolle für Angehörige aus Drittstaaten beim Grenzeintritt in den Schengen-Raum zu verbessern. iBorderCtrl macht sich dabei neuartiger Software- und Hardware-Komponenten zu Nutze. Ziel ist es, ein umfassendes System zu implementieren, durch welches jeder Reisende Kosten und Zeit sparen kann.

Aktuelle Publikationen

  • „Das personenbezogene Datum nach der DS-GVO“, in Zeitschrift für Datenschutz (ZD) 2017, S. 455 – 460;
  • „Der Einsatz von Angriffserkennungssystemen im Unternehmen – Maßnahmen zur Erhöhung der Informationssicherheit“, in MultiMedia und Recht (MMR) 2017, 795 - 799;
  • „Die IT-Infrastruktur muss „sicher“ sein – aber wie? – Datenschutz- und persönlichkeitsrechtliche Anforderungen an den Einsatz von IDS- und SIEM-Systemen in der öffentlichen Verwaltung“ (mit Nikolaus Forgó und Fabian Schmieder) (in Vorbereitung);
  • Zahlreiche Kurzbeiträge in MMR/ZD aktuell.