Meinungen zum Schwerpunkt 7

Ich habe mich für den Schwerpunkt 7 entschieden, weil er einen großen internationalen Bezug aufweist und ich mir die Möglichkeit offen halten möchte, später einmal im Ausland zu arbeiten. Es war ein tolles Jahr, meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt!

Jana, ehemalige Schwerpunkt-Stundentin, 7. Semester 

"Der Schwerpunkt ist in meinen Augen der spannendste. Da die Welt im 21. Jahrhundert mit neuen rechtlichen Herausforderungen konfrontiert wird, bedürfen diese neuer rechtlichen Antworten. Dieser Schwerpunkt bietet die Möglichkeit dazu und hier eröffnen sich später die größten beruflichen Chancen im Bereich der Informationstechnologie."

Patrick, ehemaliger Studierender des Schwerpunktes 

"Ich habe diesen Schwerpunkt gewählt, weil er mir die Möglichkeit bietet, einen Bereich des Rechtssystems kennenzulernen, mit dem man im Grundstudium nicht direkt in Kontakt kommt und der mit der Zeit und insbesondere mit der Entwicklung des Internets immer wichtiger und gefragter wird. Am besten gefällt mir, dass häufig tagesaktuelle Themen mit europarechtlichem Bezug behandelt werden. Meine anfänglichen Bedenken, man würde zu viel technisches Hintergrundwissen voraussetzen, erwiesen sich als unbegründet."

Sandra, ehemalige Studierende des Schwerpunktes, 6. Semester

"Wer sich privat mit  Vorratsdatenspeicherung, Whistleblowern, Big Data etc. oder für rechtliche Hintergründe beispielsweise in der Musikindustrie oder Computerspielindustrie interessiert, dem würde ich auf jeden Fall empfehlen den SP IP- und IT-Recht zu belegen."

Thomas, ehemaliger Studierender des Schwerpunktes 

"An dem Schwerpunkt IT-Recht und geistiges Eigentum gefällt mir zunächst der internationale Bezug. Anders als in den meisten anderen Schwerpunkten werden Sachverhalte behandelt, die die Landesgrenzen überschreiten.

Der Schwerpunkt befasst sich inhaltlich mit einer Materie, welche den juristischen Teil von neu entstehenden Märkten abdeckt. Die Dynamik und die Internationalität ermöglichen es, eine Nische zu finden und
bieten daher enorme Chancen bei der Arbeitsplatzsuche.

Durch die Aktualität der Materie ist es in vielen Fällen gefragt, selbst Lösungen und Meinungen auszubilden und nicht nur Meinungen stupide auswendig zu lernen.

Weiterhin werden viele Möglichkeiten angeboten an externen Veranstaltungen teilzunehmen, die für eine abwechslungsreiche Vorlesungszeit sorgen."


Lea H., ehemalige Studierende des Schwerpunktes

"Ein sehr interessanter Schwerpunkt, denn das IP/IT-Recht bietet durch tagesaktuelle Themen und Ereignisse ständig neue Herausforderungen.

Außergewöhnlich finde ich beim IP/IT-Recht die Verknüpfung von juristischen Inhalten mit den dahinterstehenden technischen Vorgängen, die dadurch einen spannenden Bezug zur Realität bilden."

 

Lino, ehemaliger Studierender des Schwerpunktes

Der Schwerpunkt in Kürze

Im ersten Semester werden in der Regel die folgenden Veranstaltungen angeboten:
  • Einführung in das IT-Recht
  • Einführung in das Urheberrecht
  • Deutsches und Europäisches Wettbewerbsrecht
  • IT-Vertragsrecht
  • Öffentliches Medienrecht

Im zweiten Semester folgen vertiefende Veranstaltungen:

  • E-Commerce- und Datenschutzrecht
  • Immaterialgüterrechtliche Aspekte der IT
  • Einführung in den gewerblichen Rechtsschutz
  • Seminar i.S.d. § 10 der Schwerpunktbereichsprüfungsordnung 

Voraussetzungen

Für eine erfolgreiche Teilnahme am Schwerpunkt 7 sind folgende Voraussetzungen notwendig:

  • Erfolgreiche Absolvierung der Zwischenprüfung
  • Erfolgreiche Teilnahme an einer Veranstaltung in Methodenlehre
  • Kreativität und Einfallsreichtum
  • Interesse an Informations- und Kommunikationstechnologien
  • Interesse an internationaler Rechtsentwicklung

Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich! Mitunter ist es zwar notwendig, auch technische Abläufe genauer zu betrachten, das hierfür benötigte Wissen wird aber im Rahmen der Vorlesungen vermittelt.

 

Wenngleich die Schwerpunkt-Vorlesungen einen interaktiven Ansatz verfolgen, wird genauso wenig mündliche Mitarbeit vorausgesetzt! Jeder ist eingeladen, sich an Diskussionen zu beteiligen, dies ist aber keinesfalls Pflicht.

Konzeption und Ziel

Bild

"IT-Recht und Geistiges Eigentum" - zwei Schlagwörter, welche die rechtlichen Dimensionen des 21. Jahrhunderts umreißen.

Doch wie lassen sich juristische Probleme lösen, die im Kontext einer technischen Entwicklung stehen, deren Geschwindigkeit die der Gesetzgebungsverfahren längst überschritten hat? Wie kann nationalstaatliches Recht Lösungen bieten, wo Fragestellungen transnational aus Rechtsverhältnissen in einem allgegenwärtigen World Wide Web erwachsen? Auf welche Weise können geistige Eigentumsrechte dazu beitragen, kreative und erfinderische Betätigungen zu beflügeln, ohne zugleich die Teilhabe aller an Kultur und Fortschritt zu beschränken?

Die Antworten auf diese Fragen zu finden gehört zu den großen juristischen Herausforderungen der Gegenwart. Der großen Beliebtheit der früheren Vertiefungsrichtung "IT-Recht" bei den Studierenden ist zu verdanken, dass seit dem Wintersemester 2009/2010 nunmehr ein eigenständiger Schwerpunkt es ermöglicht, sich mit diesen zukunftsträchtigen Fragestellungen intensiver auseinanderzusetzen und zugleich fundierte Kenntnisse im Urheber-, Patent- und Markenrecht zu erwerben.

Das Verständnis der Einbettung des nationalen Rechts in die Rechtsquellen des europäischen Rechts und der internationalen Abkommen stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie vor allem auch alltägliche Fragen der Rechtspraxis, etwa:

  • Dürfen Musikdateien an Freunde weitergegeben werden?
  • Ist Streaming illegal?
  • Warum lässt die GEMA Youtube-Videos sperren?
  • Handelt Facebook datenschutzrechtskonform? 
  • Welche Rechte haben Verbraucher bei Geschäften auf eBay oder Amazon?
  • Wie werden Domainname-Streitigkeiten international gelöst?
  • Welches Recht gilt im internationalen E-Commerce?
  • Wer haftet für Links oder Foreneinträge?
  • Gibt es Patente auf menschliche DNA-Sequenzen?

Derartige Fragen stellen sich Juristen in diesem Bereich Tag für Tag und oftmals lassen sie sich weder direkt durch einen simplen Blick in das Gesetz beantworten, noch sind entsprechende Fälle bereits präjudiziert.

So sind auch die Vorlesungen des SP 7 in hohem Maße geprägt von der Besprechung tagesaktueller Fragen und münden nicht selten in interessante Diskussionen zwischen Studierenden und Lehrenden, bei denen Kreativität und Einfallsreichtum genauso gefragt sind wie das Interesse, gemeinsam juristisches Neuland zu betreten.

Studieren im SP 7 bedeutet auch daher gerade nicht das Auswendiglernen von Meinungsstreitigkeiten oder Definitionen, sondern vielmehr das Erlangen der juristischen Fähigkeiten, Lösungen auch dort zu entwickeln, wo es bisher kein Schrifttum gibt und nicht selten der Blick über den Tellerrand in Richtung Europa, der anderen Mitgliedstaaten, oder auch der USA gefragt ist.

Besondere technische Kenntnisse werden dabei keineswegs vorausgesetzt und sind auch nicht erforderlich, Interesse an Informations- und Kommunikationstechnologien ist aber sicher von Vorteil. Die Absolvierung des Schwerpunktes stellt einen Start in einer der wirtschaftlich relevantesten Rechtsmaterien der Gegenwart dar. Die Auseinandersetzung mit IT- und urheberrechtlichen Fragestellungen ist in der täglichen Arbeit eines Anwalts kaum umgänglich, sodass es von Vorteil ist, schon während des Studiums erste Kenntnisse zu erlangen. Zudem ist das IT- und IP-Recht ein riesiger Wachstumsmarkt, der viele Chancen birgt und auch die Möglichkeit zur internationalen Tätigkeit bietet. Bedingt durch den stetigen technischen Fortschritt bietet sich Rechtswissenschaftlern die Gelegenheit, aktiv an der Weiterentwicklung des Rechtsgebiets mitzuwirken und eigene Lösungsansätze zu verwirklichen. 

 

Die im Schwerpunkt gewonnenen Grundkenntnisse können später im Rahmen des LL.M.-Studienganges (EULISP) weiter ausgebaut werden.

Leistungsnachweise & Prüfungen

Folgende Leistungen sind im Rahmen des SP 7 zu erbringen:

  • Belegung von Lehrveranstaltungen im gewählten Schwerpunkt im Umfang von mind. 16 SWS
  • Die Anfertigung einer Studienarbeit aus den Bereichen des IT-Recht oder des geistigen Eigentums
  • Vorstellung dieser Studienarbeit im Rahmen eines Seminars durch einen ca. 20-minütigen Vortrag
  • Mündliche Prüfung im Schwerpunkt


Weitere Informationen zur Schwerpunktbereichsprüfung können der Schwerpunktbereichsprüfungsordnung entnommen werden.

Kontakt

 

Für einen studentischen Blick auf den Schwerpunkt beantworten ehemalige Studierende Fragen per E-Mail unter

schwerpunkt7@iri.uni-hannover.de.

 

 

Organisatorische Fragen 
beantwortet das Sekretariat:
 
Raum: 835 (8. Etage)
Tel.: +49 (511) 762-8161

 

LL.B.

Der Bachelor-Studiengang bietet eine umfassende juristische Ausbildung mit einem besonderen Schwerpunkt im IT- und IP-Recht. Während einer Studiendauer von 8 Semestern werden die klassischen juristischen Grunddisziplinen, das bürgerliche Recht, das öffentliche Recht sowie das Strafrecht ausführlich vermittelt. Daneben stehen Rechtsbereiche des IT- und IP-Rechts, wie etwa der elektronische Rechtsverkehr, das Datenschutzrecht und der gewerbliche Rechtsschutz im Mittelpunkt der Ausbildung. Zwei der 8 Studiensemester erfolgen an einer der ausländischen Partneruniversitäten. Zudem besteht die Möglichkeit die Erste Juristische Prüfung (Staatsexamen) abzulegen.

 

Weitere Informationen zu dem LL.B. finden Sie hier tl_files/iri/layout/external.png.

LL.M. (EULISP)

EULISP (European Legal Informatics Study Programme) ist der postgraduale LL.M.-Studiengang der Juristischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover. Der Studiengang behandelt primär die Gebiete des IT-Rechts sowie des Rechts des geistigen Eigentums und wird nach seiner Dauer von einem Jahr mit dem akademischen Grad LL.M. (Master of Laws) abgeschlossen. Während die erste Hälfte der Ausbildung am Institut für Rechtsinformatik erfolgt, wird das zweite Semester an einer der europäischen Partneruniversitäten des EULISP-Verbundes absolviert. Die zentralen Aspekte des IT-Rechts werden dabei immer in Bezug auf ihre europarechtlichen Grundlagen vermittelt. Durch eine entsprechende Einbindung von Praktikern in die Lehre wird zudem gewährleistet, dass eine praxisnahe, am Arbeitsmarkt orientierte Ausbildung erfolgt.

 

Weitergehende Informationen zum LL.M-Studiengang finden Sie hier tl_files/iri/layout/external.png.